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Auch in diesem Jahr war die Teilnahme am Pfingstmontag, 25.05.2026, am Treffen aller Kriegervereine des Landkreises zum Gedenken an die Gefallenen und Vermissten der Weltkriege wieder etwas ganz Besonderes.

Erneut stand das Treffen ganz unter dem Zeichen des Wunschs und der Bitte nach Frieden. Viele fragen sich an dieser Stelle, was kann ich schon für den Frieden tun? Treffend wurde die Antwort in der Predigt formuliert:

Der Friede beginnt zunächst ganz bei einem selbst, im Inneren. Ist der Mensch zufrieden mit sich und seinem Leben, ist sein Leben im Einklang mit seiner Umgebung, erst dann kann es gelingen, den Frieden im Außen zu erreichen.

Wenn sich dann jeder an seiner Position, im Rahmen seiner Möglichkeiten innerhalb der Familie, mit Nachbarn und Freunden, im Verein, auf Arbeit und in den digitalen sozialen Medien, in Politik und Wissenschaft um Frieden bemüht und für Frieden eintritt, nur dann kann dauerhafter Friede gelingen. Im Anschluss an den Gottesdienst bedankte sich der erste Vorsitzende des Kreiskriegervereins Thomas Obster für die zahlreiche Teilnahme am Treffen zu Ehren der Gefallenen und Vermissten der Weltkriege. Ihr Tod soll nicht vergessen, er soll uns Mahnung und Erinnerung sein, wie wichtig der Einsatz für Frieden und Freiheit und das Leben in einer Demokratie ist. Obster äußerte sich auch sehr kritisch zur allgemeinen und weltpolitischen Lage.

Die Zunahme der Egoismen in der Gesellschaft, die immer größer werdende fehlende Bereitschaft der Einzelnen, sich in die Gemeinschaft einzubringen, die ständigen Rufe nach dem Staat, der alle Probleme lösen soll, und die steigende soziale Ungleichheit innerhalb der Gesellschaft bereiten ihm Sorge. Hinzu kommt die schon länger andauernde latente Handlungsunfähigkeit der jeweils aktuellen Politiker, die aufgrund drohender Stimmverluste dringend notwendige Reformen und Umgestaltungsprozesse im Lande nicht angehen.

Besonders besorgniserregend ist für ihn jedoch die Tatsache, dass es den Politkern demokratischer Länder nicht mehr gelingt, Kriegstreiber und autokratische Machthaber in die Schranken zu weisen. Das Führen kriegerischer Auseinandersetzungen scheint in Mode gekommen und die Wehrfähigkeit eine dringende Notwendigkeit zu sein, um Frieden wieder langfristig sichern zu können. Da Krieg jedoch stets mit viel Zerstörung und dem Leid der kleinen Leute einhergeht, ist die Herstellung und Wahrung des Friedens elementar. Zum Ende des Gedenkens auf der Festwiese gab es den Kanonensalut zum Lied „Alte Kameraden“.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete der Fahnenmarsch mit Aufstellung aller teilnehmenden Vereinsfahnen im Steigerhof.