Es war ein Tag, der gleichermaßen zum Feiern und zum Innehalten einlud. Erst ein Jahr ist es her, dass der Friedenspark in Siegenburg eingeweiht wurde – doch schon jetzt ist er zu einem Herzstück der Gemeinde herangewachsen.
Am Sonntag zog die Festgemeinde nach dem Gottesdienst, angeführt von den Klängen des HVT-Spielmannszuges, in den Park. Dort wartete bereits ein bewegender Moment: Pfarrer Franz X. Becher und Pfarrvikar Paul Chidubem Nwagwu segneten die neu gepflanzten Bäume.


Die Vision des Fördervereins – für jedes Jahr des Friedens einen Baum zu pflanzen – trägt im wahrsten Sinne des Wortes Früchte. 51 Bäume säumen mittlerweile das Areal, gespendet von Bürgern, Vereinen und Politikern, die am Sonntag mit einer Urkunde bedacht wurden. Wie tief die Wurzeln der Geschichte hier reichen, machte Ortshistoriker Hans Ertlmeier in einem berührenden Vortrag deutlich. Er las aus persönlichen Aufzeichnungen von Zeitzeugen aus dem Frühjahr 1945 vor. Die Berichte von Verhaftung, Zerstörung und Bedrohung ließen die Zuhörer still werden und machten deutlich, warum Dr. Dr. Maximilian Ohneis, der Vorsitzende des Fördervereins, den Park treffend als „lebendigen Geschichtsunterricht“ bezeichnete.


Auch die Ehrengäste zeigten sich tief beeindruckt. Bürgermeister Dr. Johann Bergermeier lobte die Idee als „einfach wie tiefgründig“, während Landrat Christian Nerb eindringlich daran erinnerte, dass Frieden und Demokratie hart erarbeitet seien und stetig gegen Inhumanität verteidigt werden müssten. Dr. Dr. Maximilian Ohneis hatte zuvor bei der Begrüßung der Markträte und Ehrengäste noch scherzhaft in Richtung des Landrats geworfen: „Herr Landrat, ich habe für Sie auch schon einen Baum reserviert!“


Dass der Frieden auch gefeiert werden darf, bewies der kurzweilige Nachmittag. Bei feinem Wein, kühlem Bier sowie Kaffee und Kuchen genossen die Gäste das Beisammensein. Die „dRumtreiba Musi“, die Kindertanzgruppe des HVT und die „SIGO’s Kids“ sorgten für ein wunderbares Rahmenprogramm. Ein Fest, das nur durch starken Zusammenhalt möglich war: Seite an Seite hatten der Förderverein, die Krieger- und Reservistenkameradschaft, die Siegonia und der Hallertauer Volkstrachtenverein angepackt, um diesen besonderen Tag zu gestalten.






Wir möchten uns deshalb noch einmal bei allen bedanken, die unsere „Pfälzer Weinstube“ bei den Feierlichkeiten besucht oder uns in irgendeiner Art und Weise unterstützt haben! Vielen herzlichen DANK

